Als eifrige Weitwinkelwelt.de Leser wisst ihr ja, dass ich mir vor einiger Zeit die DJI Mavic gekauft haben. Jetzt hatte ich Gelegenheit die DJI Phantom 4 Pro mal ausgiebig zu testen und war gespannt, wie die High-End Drohne im Vergleich zu meiner DJI Mavic abschneiden würde. Produkttests sind nicht immer einfach. Schließlich stellt jeder neue Drohnenbesitzer andere Anforderungen an sein neues Fluggerät und jede Drohe hat ihre Vorzüge.

Sportfotografen verwenden ja auch nicht alle das gleiche Equipment. Neil Stoddart beispielsweise, der offizielle Fotograf von PokerStars, wechselt seine Ausrüstung je nach Anforderungen, Events und Lichtverhältnissen. So ähnlich ist es auch bei den Drohnen. Da muss man das Ding einfach mal in der Realität testen. Natürlich ist die Technik alleine nicht alles, die Kreativität zählt am Ende des Tages. Der deutsche Starfotograf Helmut Newton, bekannt durch seine legendäre Werbekampagne für Villeroy & Boch, hat das einmal treffend auf den Punkt gebracht. Ein Koch sagte zu ihm: „Ihre Fotos gefallen mir, Sie haben bestimmt eine gute Kamera!“. Newton erwiderte: „Das Essen war vorzüglich, sie haben bestimmt gute Töpfe!“ Die Spezifikationen der DJI Phantom 4 Pro lesen sich zwar gut, müssen aber beim Test den eigenen Vorstellungen standhalten. Die schönsten Zahlen sind nichts wert, wenn man mit dem Endergebnis nicht zufrieden ist. Doch eines kann ich schon vorab sagen. Ich war zufrieden und wie!

DJI Phantom 4 Pro schlägt DJI Mavic

Mit einer Testnote von 1,3 setzte sich die DJI Phantom 4 Pro gegen die DJI Mavic bei Stiftung Warentest knapp durch. Dabei überzeugte das Topmodell nicht nur mit den Werten in der Kategorie Flugdauer, sondern auch bei den Flugeigenschaften und der Foto-, bzw. Video-Qualität. Geeignet ist sie sowohl für Anfänger, als auch für Drohnen-Profis. Das alles hat seinen Preis. Rund € 1.700 muss man für das Prachtstück hinlegen, das ist happig. Englischkenntnisse können auch nicht schaden, denn die Drohne ist nur in englischer Sprache steuerbar.

Bevor ihr eine Drohne startet, solltet ihr euch unbedingt vergewissern, dass euer Quadrocopter den gesetzlichen Bestimmungen in Deutschland entspricht. Seit dem Inkrafttreten der neuen Drohnenverordnung mit 1. Oktober 2017 müssen alle Flugobjekte eine Plakette mit Namen und Adressen des Eigentümers tragen, wenn sie mehr als 250 Gramm wiegen. Ab einem Gewicht von zwei Kilogramm benötigt man seither einen eigenen Drohnen-Führerschein.

Die Phantom 4 Pro im Test

Die neue Phantom 4 Pro hat ein OcuSync HD-Bildübertragungssystem für gute Performance und kann automatisch zwischen zwei Frequenzbändern wechseln. Mit DHI Goggles (oder DJI Goggles RE) kann eine drahtlose Verbindung aufgebaut werden. Außerdem ist sie mit einem 1 Zoll 20 Megapixel Sensor ausgerüstet. Dieser kann Videos in 4K mit 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Zwei nach hinten ausgerichtete Sensoren und zwei weitere Infrarotsensoren erlauben die Hinderniserkennung in fünf Richtungen. Eine feine Sache!

Der Hersteller wirbt mit leisen und angenehmen Flügen und übertreibt dabei nicht. Die neuen Propeller haben der „Lärmentwicklung“ gut getan, die Drohne fliegt deutlich leiser als das Vorgängermodell. Angeblich wurde die Geräuschentwicklung mit dem aerodynamischen Propeller und den FOC ESC-Einheiten um 60 % reduziert.

Als Fernsteuerung kommt das OcuSync-Videoübertragungsmodul zum Einsatz. Dieses kann gleichzeitig Videosignale senden und Steuerungssignale erhalten. Gibt es mal Interferenzen, sucht das Modul automatisch ein neues Frequenzband und sorgt so dafür, dass es immer eine klare Übertragung von und zur Drohe gibt.

Das Tempo der DJI Phantom 4 Pro ist jedenfalls beeindruckend. Im Sportmodus erreicht der kleine Flitzer tatsächlich über 70 Stundenkilometer. Obwohl es sich um eine professionelle Drohne handelt, ist diese sehr leicht zu fliegen. Die vielen Sensoren haben mir die Steuerung deutlich erleichtert. Mit dem Return-to-Home-Button findet sie auch selbst wieder zurück nach Hause. Die angekündigten 30 Minuten Flugzeit waren ohne Probleme zu schaffen.

Die Kameraleistung ist ohne Übertreibung einfach klasse. Schon die Spezifikationen mit einem 1-inch CMOS Sensor, 20 Megapixels und einer 4K Videoaufnahme bei 30fps sprechen für sich. Die Realität hielt dem stand. Ich war überrascht, was die Kamera leistet, das gehörte mit zu dem Besten, was ich bei einer Drohe bisher je gesehen habe. Kräftig, leuchtend und detailliert, so muss eine Drohnenkamera liefern. Nicht viel anders sieht es bei den Videoaufnahmen aus. Die DJI Phantom 4 Pro fliegt stabil und ruhig, entsprechend scharf sieht man die Details.

Fazit: Überzeugt auf ganzer Länge

Die Drohne ist nicht umsonst Testsieger bei Stiftung Warentest geworden. Die DJI Phantom 4 Pro ist einfach ein großartiges Teil. Wenn es meinen Finanzen zulassen, werde ich intensiv darüber nachdenken, ob ich mir nicht so ein tolles Gerät anschaffen werde. Hervorragende Qualität hat eben seinen Preis!

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