DJI Mavic Langzeittest – Als DJI, der größte und führende Drohnen-Hersteller die neue DJI Mavic Pro bekannt gegeben hat, drehte die Welt sprichwörtlich verrückt. Bislang war noch keine Drohne bzw. kein Multikopter dermaßen beliebt, wie das neue Glanzstück von DJI. Klein, kompakt, eine sehr gute Bildqualität, 4K Video und nicht wirklich teuer. Kein Wunder, dass sie Welt verrückt spielte und wirklich jeder eine haben wollte. Aufgrund der gigantischen Nachfrage, konnte DJI jedoch nicht mithalten, was zur Folge hatte, dass die Mavic monatelang weltweit ausverkauft war.

Ich selbst wollte mir im Februar eine Kaufen und dachte, irgendwo in Südostasien muss es doch eine aufzutreiben geben? Weit gefehlt. Weder in Thailand, noch in Malaysia, auf den Philippinen, oder sogar in Hongkong war der Konter aufzutreiben. Shit Happens 😉

Gegen April/Mai war die Erleichterung jedoch groß und DJI konnte endlich liefern und die Mavic stand wieder im Ladenregal. Natürlich dauerte es nicht lange, bis meine Versuchung zu groß wurde und ich mir auch eine kaufte. Zugegeben, es war letztendlich eine Kurzentscheidung, da ich ein gutes Schnäppchen in Hongkong bekommen habe und mich die DJI Mavic nur 940€ gekostet hat. Was erst nach viel Geld klingt, ist in Wahrheit jedoch günstig, jedenfalls für das alles, was die kleine Drohne kann. 

Da es meine erste Kameradrohne von DJI, bzw. generell meine erste Drohne war, musste ich mich viel mit dem Thema beschäftigen, lernen und natürlich alles testen. Aus diesem Grund wird dieser Beitrag ein DJI Mavic Pro Langzeittest, wo ich meine Erfahrungen die ich mit der Mavic gemacht habe, mit dir teilen will. 


DJI Mavic Technische Daten

Kommen wir erst zu den Specs, den technischen Daten des Multikopter, sodass du dir einmal einen Überblick machen kannst, was die Drohne alles kann, wie viel sie kostet und welche besonderen Stärken sie hat.

Fluggerät Daten:

Gefaltet: H83 mm x W83 mm x L198 mm
Diagonale Größe (Ohne Propeller): 335 mm 
Gewicht (Mit Akku & Propellern): 734 g (ohne Gimbal-Deckel) 743 g (einschließlich Gimbal-Deckel)
Max. Steiggeschwindigkeit: 5 m/s im Sport-Modus
Max. Sinkgeschwindigkeit: 3 m/s
Max. Fluggeschwindigkeit: 64,8 km/h im Sport-Modus ohne Wind
Max. Höhe Über NN: 5000 m
Max. Flugzeit: 27 Minuten (ohne Wind mit konstanten 25 km/h)
Max. Schwebezeit: 24 Minuten (Kein Wind)
Gesamte Flugzeit: 21 Minuten (bei normalen Flug, 15% Batteriestatus übrig)
Max. Reichweite: 13 km (kein Wind)
Betriebstemperatur: 0° bis 40° C
Positionsbestimmung: GPS / GLONASS
Unterstützte SD-Speicherkarten: Micro SD™ 
Max. Speicherkapazität: 64 GB. Klasse 10 oder UHS-1

DJI Mavic Kamera Daten:

Sensor: 1/2,3” Pixel effektiv:12,35 Megapixel (Pixel gesamt: 12,71 MP)
Objektiv Sichtfeld: 78,8°, 28 mm (entspricht 35-mm-Format), f/2.2 
Verzerrung < 1,5 % Fokus von 0,5 m bis ∞
ISO-Bereich: 100-3200 (Video), 100-1600 (Foto)
Elektronischer Verschluss: 8 s -1/8000 s
Max. Bildgröße: 4000×3000
Fotomodi: Einzelaufnahme, Serienbildaufnahme: 3/5/7 Bilder, Belichtungsreihe: (AEB): 3/5 fokussierte Frames bei Blendenöffnung 0,7, Intervall
Videoaufnahmemodi:
C4K: 4096×2160 24p 
4K: 3840×2160 24/25/30p 
2.7K: 2704×1520 24/25/30p 
FHD: 1920×1080 24/25/30/48/50/60/96p 
HD: 1280×720 24/25/30/48/50/60/120p
Max. Video-Bitrate: 60 Mb/s
Unterstützte Dateisysteme: FAT32 ( ≤ 32 GB ); exFAT ( > 32 GB )
Foto: JPEG, DNG
Video: MP4, MOV (MPEG-4 AVC/H.264)

 

Die technischen Daten der Mavic klingen schon mal nicht schlecht, denn der kleine Konter ist vollgestopft mit Technik. Das wirklich besondere, ist aber die Größe, vor allem wenn der Kopter zusammengeklappt ist. Hier hast du ihn locker in einer Hand Platz, somit eignet sich der Mavic besonders zum Reisen.

By the Way: Wenn du mit deiner Drohne Reisen möchtest, schaue dir einmal diesen Beitrag an: Drohne auf Reisen – Alles was du wissen musst!


DJI Mavic Erfahrungsbericht / Langzeittest 

Falls du so wie ich noch nie zuvor eine Drohne hattest bzw. keine von DJI, so solltest du dich ausführlich vor dem ersten Flug mit der App beschäftigen und dich über die Fehler beim ersten Drohnenflug schlau machen. Die Mavic steuerst du zwar mit einem Controller, dennoch musst du aber dein Smartphone an den Controller anschließen, damit du ihn als Display nutzen kannst. Die DJI Go 4 App, die es für den Flug benötigt, ist sehr umfangreich und ohne erst einmal alles zu kontrollieren und testen, macht die Mavic nur halb so viel Spaß. Hier findest du auf YouTube massenweise Videos, welche du dir unbedingt anschauen solltest.

Fotoqualität DJI Mavic Pro

Meine Ansprüche an die Fotoqualität waren relativ hoch, da ich sehr viel fotografiere und die Mavic natürlich auch für diesen Zweck verwenden will. So habe ich einmal ein Testbild im Automatik Modus und in JPEG gemacht. Wirklich zufrieden war ich nicht. Das Bild ließ sich anschauen, meine Erwartungen waren jedoch nicht erfüllt.

Zum Glück kannst du bei der Mavic aber auch in RAW fotografieren und sehr viel manuell einstellen. Einzig die Blende lässt sich nicht verstellen, was ich etwas schade finde, ansonsten geht jedoch alles.

In RAW aufgenommen + nachbearbeitet

Um die bestmögliche Qualität zu bekommen, rate ich dir unbedingt im RAW Modus zu fotografieren und anschließend in Lightroom den Feinschliff aus den Bildern zu holen. Machst du das, so bekommst du auch sehr schöne Fotos und wirst überzeugt sein.

Videoqualität DJI Mavic Pro

Bei der Videoqualität punktet die Mavic auf ganzer Linie. Zwar wäre es schön gewesen, wenn auch die Mavic in 4K mit 60FPS, so wie die *Phantom 4 Pro aufnehmen könnte, doch 4K mit 30FPS reichen ebenfalls aus um ein flüssiges und scharfes Bild zu bekommen. Filmst du in Full HD, so kannst du auch in 60FPS und sogar in 96FPS aufnehmen. Willst du die bestmögliche Videoqualität erreichen, so filme am besten immer in 4K. Auch wenn du das Video nur in 1080p erstellen willst, nimm in 4K auf, denn zuschneiden kannst du das Bild trotzdem ohne dass du an Qualität verlierst.

Das Video wurde auf 1080p skaliert – Aufnahme noch ohne ND Filter

Die Videoqualität an sich ist schon echt super, jedoch tendiert die Mavic bei schönem Wetter das Bild leicht überzubelichten. Ich habe mir deshalb die *PGY Pech ND Filter gekauft. Im Set befindet sich ein ND4, ND8, ND16 und ND32 Filter, sodass du für jede passende Situation den richtigen Filter dabei hast. Das Bild wird somit etwas abgedunkelt und du bekommst automatisch eine bessere Farbwiedergabe und kein überbelichtetes Bild.


DJI Mavic Probleme – Problembehebung – Langzeittest

Auch wenn die Kopter heutzutage gut gemacht sind, so funktionieren sie auch nicht immer einwandfrei, da ist auch die Mavic keine Ausnahme. Auch bei mir gab es teils schon kleinere Probleme, welche diese waren und wie ich sie behoben habe, hier gibts die Antwort.

Verbindungsabbrüche DJI Mavic

Mir persönlich ist ein Verbindungsabbruch noch nicht passiert, aber einigen bekannten von mir. Während des Fluges brach die Verbindung ab, was sehr ärgerlich sein kann, vor allem während einer Aufnahme. Da ich von Anfang an das Problem kannte, habe ich rechtzeitig vorgesorgt und mir gleich das *Winkel USB Kabel besorgt. Durch die Verbindung am USB Port ist das Problem behoben.

Der erste Absturz…

Ja leider hat auch meine Mavic schon den Boden geküsst… Während der Landung, kurz vor dem erreichen des Bodens, kam eine Windböe und riss meine Mavic mit. Sie wurde gegen einen Masten geschleudert und fiel zum Glück nur wenige Zentimeter runter. Bis auf 2 Propeller hat die Mavic nicht einen einzigen Kratzer! Was mich doch sehr wunderte. Dass die Mavic dermaßen robust gebaut ist und auch einen Absturz aus geringer Höhe ohne weiteres wegstecken kann, hätte ich nicht gedacht.

Ich habe jetzt lieber vorgesorgt und mir etliche *Ersatzpropeller für die Mavic geholt. 2 Paar Propeller, also einen kompletten Satz, bekommst du bereits ab 11,99€. Ich denke zwar nicht, dass es sich um Originalteile handelt, konnte jedoch keinen Unterschied oder eine Beeinträchtigung feststellen.

DJI Mavic schief in der Luft

Nach knapp 2 Monaten Verwendung, fiel mir auf, dass die Mavic schief in der Luft fliegt bzw. der Gimbal nicht richtig ausgerichtet ist. Das ist aber alles halb so schlimm und kann ab und zu vorkommen. Hierfür gehst du einfach bei der App ins Menü und kalibrierst auf Nummer sicher zu gehen:

  1. Gimbal
  2. IMU 

In meinem Fall war es glaub die IMU, die nicht mehr richtig passte. Die IMU gibt den Kopter nämlich vor, wie er in der Luft steht. Stimmt diese nicht ganz, fliegt die Mavic nicht gerade, denkt aber sie macht es. Nach der Schritt für Schritt Anleitung sollte das Problem gelöst sein.

DJI Mavic Gimbalflip

Ein weiteres Problem, welches knapp 5 Monate nach dem Kauf auftritt, war der sogenannte Gimbalflip. Ich wusste erst gar nicht was da in der Luft geschieht… Es sah so aus, als ob die Mavic abstürzen würde, doch nach wenigen Sekunden war alles wieder vorbei und die Mavic stand wieder gerade in der Luft. Nach etwas Recherche wusste ich, dass es sich um den sog. Gimbalflip handelte.

Zu starke magnetische Störungen, oder aber zu schweres Gewicht für den Gimbal wie z.B. mit der Verwendung von ND Filtern, führen dazu, dass der Gimbal abschaltet und wie wild umherkreist.

Was kann ich dagegen machen? Nun, leider nicht viel, außer nichts am Gimbal zu befestigen und nicht zu weit zu fliegen, falls starke magnetische Störungen vorkommen. Fliege auf jeden Fall sehr vorsichtig und kontrolliere die Störungen in der Umgebung vorher in der DJI Go App!


DJI Mavic Probleme häufen sich!

DJI Mavic stürzt ab!

Nach nur einem Tag, nachdem der Gimbalflip Fehler auftritt, wollte ich einen Flug starten, stieg auf und nach nur 60cm Höhe überschlieg sich die Mavic, machte einen Salto und stürzte ab! Das Gehäuse wurde leicht beschädigt und der Gimbal löste sich aus der Halterung. Den Gimbal konnte ich ohne weiteres wieder einsetzen, es war nichts kaputt.

Warum die Mavic abstürzte ist mir bis heute unklar, angeblich kam es aber schön öfters dazu. Wichtig nach einem Absturz ist, dass du den Gimbal, sowie die Sensoren mittels DJI Assistant App für den Mac oder PC kalibrierst. Starte anschließend die Mavic und mache einen vorsichtigen Testflug.

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