Heute gibt es ein spannendes Interview mit Stefan von Shootfever.com und warum er nur noch eine Kompaktkamera verwendet. Außerdem zeigt er uns die besten Kompaktkameras, die es momentan gibt.

 

Die besten Kompaktkameras: Interview mit Stefan von Shootfever

 

Heute dreht sich alles um das Thema „die besten Kompaktkameras“. Da ich jedoch schon seit geraumer Zeit nicht mehr in Besitz einer Kompaktkamera bin, habe ich bei Stefan, von Shootfever.com nachgefragt. Stefan verwendet nur mehr eine Kompaktkamera, egal ob daheim, oder auf seinen Reisen. Warum du dir auch eine Kompaktkamera zulegen solltest erfährst du jetzt.

 

Mann in der Wüste
Stefan von Shootfever auf seiner Weltreise.

Warum ich nur noch eine Kompaktkamera besitze…

Wer bin ich?

Ich bin Stefan und habe das „Fotofieber“ – daher auch der Blogname „Shootfever“. Letztes Jahr ging ich für ein Jahr auf Weltreise und fotografierte in Lateinamerika, Neuseeland und in vielen Teilen von Südostasien. In dieser Zeit sind einige zehntausend Fotos entstanden.

Eine Straße und Berge

Eine große DSLR Kamera und die dazugehörige Kameraausrüstung kam für die Weltreise nie in Frage, immerhin musste das gesamte Gepäck für ein Jahr in einen Rucksack passen. Außerdem sollte die Kamera immer griffbereit sein, das ist eine DSLR Kamera wohl kaum.

So kam ich zu dem Entschluss eine hochwertige Kompaktkamera mit auf Reisen zu nehmen. Die Sony DSC-RX100 II* ist für mich die ideale Reisekamera mit überzeugender Bildqualität. Ob tagsüber oder nachts, ob in der Stadt oder auf einer Mehrtageswanderung – diese handliche Kompaktkamera hatte ich überall im Einsatz.

 

Berge und ein Wanderer

Um was geht es auf meinem Blog?

 

Auf Shootfever.com dreht sich alles um Kompaktkameras und wie du trotz weniger Kameraausrüstung bessere Fotos machen kannst. Denn eine große Kamera macht nicht automatisch die hochwertigeren Bilder.

Natürlich ist eine Kompaktkamera nicht vergleichbar mit einer DSLR Kamera, wie sie professionelle Fotografen benutzen, die an ein Foto ganz andere Maßstäbe haben. Allerdings gibt es einige Tricks und Bearbeitungsmethoden, mit denen du Erstaunliches aus deiner Kompaktkamera heraus holen kannst. Auf www.shootfever.com findest du hierzu viele hilfreiche Tipps zum Fotografieren und Bearbeiten deiner Fotos.

Mit dem kostenlosen eBook „12 Tipps mit denen du sofort bessere Fotos machst“ kannst du gleich starten und alle Tipps ausprobieren.

 

Was ist besonders an Kompaktkameras?

 

Kompakte Kameras unterscheiden sich von Spiegelreflexkameras vor allem in diesen Punkten: Sie haben keinen Spiegel eingebaut, sind viel kleiner und leichter, besitzen ein fest verbautes Objektiv und haben meist einen kleineren Bildsensor. Was sich teilweise wie eine Liste von Nachteilen anhört, ist in der Praxis – vor allem beim Reisen – ein Vorteil.

Besonders der fehlende Spiegel ermöglicht eine viel kleiner Bauweise. Die Kamera wird dadurch handlicher und du kannst sie immer dabei haben.

Ebenso vorteilhaft ist das fest integrierte Objektiv. Es ist für den jeweiligen Bildsensor optimiert, lässt sich in der Regel platzsparend einfahren und deckt die am häufigsten benötigten Brennweiten ab. Ein Wechsel der Objektive ist nicht möglich und nicht nötig. Das Geld für kostspielige Objektive kannst du in deine nächste Reise investieren.

Je größer der Bildsensor ist, desto besser ist die Bildqualität. Allerdings setzt ein großer Sensor ein großes Objektiv voraus. Kompaktkameras sind der ideale Kompromiss zwischen einem praktikablen Objektiv und einem größtmöglichen Bildsensor. Aktuelle Kompaktkameras erreichen heutzutage dennoch eine beachtliche Bildqualität, die vergleichbar mit einer Einsteiger DSLR und Kit-Objektiv ist. Obwohl diese einen Bildsensor haben, der drei mal größer ist als bei einer hochwertigen Kompaktkamera.

Welche Bildsensorgröße für dich die Beste ist, kannst du in diesem Artikel nachlesen.

 

Welche Kompaktkameras gibt es? Die besten Kompaktkameras…

 

Kompaktkameras lassen sich in zwei Arten unterscheiden. Zum einen gibt es Standard Kompaktkameras („Point-and-Shoot Kameras“), die sich heutzutage in der Bildqualität kaum von der eines Smartphones unterscheiden. Zum anderen gibt es hochwertige Kompaktkameras, die den Leistungsumfang einer DSLR bieten. Auf diese werde ich im Folgenden noch genauer eingehen.

 

Welche ist die kompakteste Kompaktkamera?

 

Die Canon G9X* ist gegenwärtig die kompakteste Kamera im hochwertigen Segment und wiegt kaum mehr als zwei Tafeln Schokolade. Dennoch stecken in ihr ein relativ großer 1 Zoll Bildsensor und ein ausfahrbares Objektiv, das Brennweiten von 28 bis 84 mm (35 mm Äquivalent) abdeckt.

Einschränkungen gibt es allerdings im Gesamtfunktionsumfang (z.B. Maximalblende nur bis F2.0 bzw. maximal 6 Bilder/Sekunde im Serienmodus), dem fehlenden Klappdisplay, mit dem Kompaktkameras in der Regel ausgestattet sind und durch das Gefühl eine „Knipse“ in der Hosentasche zu haben.

 

Welche ist die professionellste Kompaktkamera?

 

Wenn du das Neuste und derzeit Beste in einem kompakten Gehäuse haben möchtest, auf viele Funktionen ähnlich einer DSLR und Video Wert legst, dann ist die professionellste Kompaktkamera die Sony RX100 IV*.

Mit einer Blende von F1.8 und einem der fortschrittlichsten 1 Zoll Sensoren, die es derzeit am Markt gibt, ist die Kamera besonders lichtstark. Verwackelte Fotos gehören damit der Vergangenheit an – selbst im Dunkeln. Zudem ist sie sehr schnell und erlaubt Belichtungszeiten von bis zu 1/32.000 Sekunden – ohne dem so genannten Rolling-Shutter-Effekt. Das können nur die besten DSLR’s. Mit weit geöffneter Blende lässt sich so eine tolle Hintergrundunschärfe erzeugen, auch bei starkem Sonnenlicht.

Das Objektiv der Sony RX100 IV Kompaktkamera beginnt mit einem Weitwinkel von 24 mm und geht bis 70 mm (35 mm Äquivalent). Mit dieser Kamera bist du gut für Landschafts-, Architektur- und Porträtfotografie gerüstet.

Für jeden Video-Fan bietet die RX100 IV eine besondere Funktion. Neben der kinoreifen 4K Auflösung kannst du Videos mit bis zu 1000 Bildern pro Sekunde einfangen. Damit werden deine Zeitlupenvideos sicher ein echter Eye-Catcher.

Leider ist es mit die teuerste Kompaktkamera, die ich kenne.

 

Welche Kompaktkamera hat den besten Reisezoom?

 

Vor kurzem wurde von Panasonic die Lumix TZ101* vorgestellt. Sie bietet neben einem 1 Zoll großen Bildsensor ein neuartiges Objektiv, das Brennweiten von 25 bis 250 mm (35 mm Äquivalent) ermöglicht. Mehr optischen Zoom bekommst du mit keiner anderen vergleichbaren Kompaktkamera. Im ausgeschalteten Zustand ist die TZ101 nur 4,4 cm dick und damit noch hosentaschentauglich.

Einschränkungen gibt es zum einen in der Lichtstärke des Objektives. Mit einer maximalen Blendenöffnung von F2.8 ist das Objektiv zwar nicht so lichtstark, wie das der Sony RX100 IV, aber immer noch besser als die meisten DSLR Kit-Objektive. Zum anderen wurde der Display fest verbaut und erschwert das Aufnehmen von bodennahen Fotos, Überkopffotos und von Selfies.

Für jeden, der auf einen großen Zoom nicht verzichten möchte, ist die Lumix TZ101 die ideale Reisekamera. Denn sie ist vergleichbar zu einer Einsteiger DSLR mit einem Immer-Drauf-Reisezoom Objektiv, nur viel kleiner und leichter.

 

Welche Kompaktkamera-Alternativen gibt es?

 

Die fest verbauten Objektive von Kompaktkameras sind auf häufig genutzte Brennweiten optimiert. Extreme Weitwinkel (weniger als 24 mm) oder große Telebereiche (größer 250 mm) wirst du in einer Kompaktkamera kaum finden. Das schränkt den kreativen Spielraum beim Fotografieren etwas ein.

In der Landschafts-, Architektur– oder Sternenfotografie kann ein Weitwinkel mit einer Brennweite von weniger als 24 mm von Vorteil sein, um mehr auf das Bild zu bekommen. Die kompakteste Alternative zu einer DSLR ist eine Systemkamera mit einem Weitwinkelobjektiv. Diese besitzt, ähnlich wie bei einer Kompaktkamera, keinen Spiegel und ist ebenfalls sehr handlich. Das Objektiv lässt sich entsprechend deiner Bedürfnisse wechseln. Möchtest du z.B. auf eine Tiersafari gehen, brauchst du dir nur ein Teleobjektiv zulegen.

Eine gute und kompakte Systemkamera ist z.B. die Sony Alpha 6000*. Zu dieser Kamera gibt es eine große Auswahl von guten und bezahlbaren Objektiven. Die Fuji X-T10 ist ebenso eine gute Alternative, allerdings sind die Objektive kostspieliger als bei der Sony.

Bevor du dir eine Systemkamera zulegst, solltest du dich vorher über die dazugehörigen Objektive erkundigen. Denn mit der Kamera legst du dich auf ein System, wie der Namen schon sagt, fest.

 

Meine Erfahrungen mit der Sony RX100 II

 

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Schöner Sonnenaufgang

 

Die Sony RX100 II habe ich bereits über zwei Jahre intensiv im Einsatz. Vor allem Einsteigern kann ich diese Kompaktkamera empfehlen. Sie bietet allerhand Funktionen, die auch bei Spiegelreflexkameras zu finden sind, Einsteiger aber nicht überfordert. Selbst im Programm-Automatik Modus entstehen tolle Fotos und es macht Spaß damit zu fotografieren.

Diese Kompaktkamera ist vergleichbar mit der Nikon D5100* DSLR und Kit-Objektiv, für die sich viele Einsteiger entscheiden. Die Nikon ist aufgrund des größeren Bildsensors vor allem tagsüber und bei grellem Licht besser. Sie kommt mit starken Helligkeitsunterschieden besser klar. Dafür ist die RX100 II lichtstärker und besser für Nachtfotografie geeignet.

Die Sony RX100 II ist für einen erschwinglichen Preis zu haben. Trotz der Einführung von neuen Modellen (Sony RX100 III und RX100 IV) blieben die Vorgängermodelle am Markt. Das Gute daran, dadurch sind sie viel günstiger zu haben. Die Unterschiede der Sony RX100 Kompaktkameras und welche für dich die Passende ist, habe ich dir HIER zusammengefasst.

Die Qualität der Fotos ist bei der Sony Kamera sehr hoch, die gute Ausstattung und die kompakten Maße machen sie für mich zur idealen Reisekamera.

 

Boot im See

 

Was sind deine Erfahrungen mit Kompaktkameras oder hast du Fragen, dann schreibe doch einfach in das Kommentarfeld. Wenn du auch eine schwere Kameraausrüstung hast und umsteigen willst, dann schau auf meinem Blog www.shootfever.com vorbei. Du findest mich auch auf Facebook.

2 KOMMENTARE

  1. Hallo Armin,

    welche Erfahrungen hast du mit dem Zoom gemacht?
    Sie hat ja nur einen 3,6 fachen optischen Zoom.
    Auf meiner Weltreise ist mir wichtig auch gut ranzoomen zu können bei einer guten Qualität, da ich auch besonders Tiere, die weit entfernt sind, einfangen möchte.
    Ich schwanke gerade zwischen der Sony DSC-HX60 und der Sony RX100 bzw. RX 100 II.
    Die Sony DSC HX60 sticht durch ihren 30-fachen Zoom heraus, allerdings ist die horizontale Pixel-Auflösung geringer.
    Kannst du mir vielleicht bei meiner Kaufentscheidung helfen?
    Vielen Dank

    • Hi Jasmin. Greife zur RX100, die ist deutlich besser als die HX-60. Wir haben die Kamera auch noch rumliegen, kann ich aber nur bedingt empfehlen. Für absolute Einsteiger ist sie okay, jedoch denke ich wirst du relativ schnell gelangweilt sein, vor allem wenn du irgendwann auch Videos machst, da ist sie nicht wirklich dafür geeignet.

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